Alle Jahre Wieder

Den Tag vor dem Ende des Jahres sind wir das erste mal (ohne Koffer) nach Tokyo gefahren und haben uns angesehen was denn am 31. Dezember so alles los ist. Haben dann aber relativ bald genug gehabt und sind in den angrenzenden Ueno Park spaziert um dort gekaufte kleinigkeiten in der Sonne zu genießen.


Groß gefeirt haben wir nicht direkt an Silvester, da haben wir gut gespeißt und das Jahr bis kurz vor Mitternacht damit verbracht Singstar auf der Nintendo Switch auf dem „kleinen“ neuen Fernseher spielen.

 Das alte Jahr wurde mit einem Sprung beendet, und ein Neues beginnt. Um für Gesundheit, Glück und diverse andere Dinge zu Beten haben wir eine handvoll Schreins und Tempel besucht, und sind dann etwas spät/früh erschöpft ins Bett gefallen.


Klassisch gibt es in Japan die ersten Tage traditionelle Beilagen/Gerichte, Osechi genannt. Ansonsten verlief der Tag unspektuklär, planen was noch gemacht wird, und erfahren das die Eltern von Tsuyoshi vorbekommen werden.


Geplant, verworfen, weil am 2. Jänner noch mehr Geschlossen hat. Daher haben wir unsere Gasteltern zu einem schnellen Mitagessen beim Belt-Sushi begleitet, um im strahlenden Sonnenschein beim Vogelresort spazieren zu gehen, und die hiesigen Spritpreise sehen (Diesel 1€, Super 1,30€). Japan überrascht immer wieder einmal wenn inmitten von Wohnhäusern eine kleine Allee voller Grün sprießt.

Zuhause angekommen bewundern wir den neu gelieferten Kühlschrank, der zwar im letzten Jahr, jedoch am 30. Dezember gekauft wurde. Einen kurzen spaß hatten wir, als ich erfahren wollte, was denn die Beschreibung zum „AI“ Knopf sagt. Die Google-Übersetzung war aus irgendeinem Grund der Meinung, das folgender Text passt: „If you touch, the car will automatically drive according to the usage of each household!“. Vielleicht hat es irgendwie erkannt das es sich um ein Produkt von Mizubishi (Electic) handelt.

Beim Abendessen kommen wir auf den Elternbesuch zurück, welcher morgen (3. Jänner) stattfinden wird. Essen, sollte eigentlich für 13 Personen gekocht werden, was genau wurde noch nicht geklärt. Meine (schnaps-) Idee war es das wir (*hust* Mimi) ein österreichisches Gulasch Kocht. Marie klärt ab was genau der Inhalt ist und der kulturelle Austausch war fixiert.

Kurz geschlafen, den nächsten Supermarkt anpeilen, und dann gemeinsam mit Marie und Tsuyoshi hinfahren, weil noch diverse kleinigkeiten Ihrerseits auch besorgt werden mussten. 4 kleine gefüllte Einkaufskörbe 1) später haben wir genügend Bier für die Mutter (die Trinkt nur Bier). Sake ist genügend daheim (das trinkt wiederum nur der Vater). Beim verlassen des Supermarkts werden wir kurz von einer netten Dame aufgehalten, weil bei Vorzeigen der Rechnung ein gratis Tombola-Ticket ziehen gemacht werden kann. Marie gibt die Ehre an Mimi weiter, welche wiederum auf den glücklichen Jakob zeigt.

Zuhause angekommen tragen wir die Körbe und das gewonnene 6er Tragerl Premium Yebisu zum neuen Kühlschrank, und beginnen mit den Kochvorbereitungen. Jakob erledigt das Mise en Place (darf alles klein schneiden) und Mimi übernimmt das eigentliche Kochen. Bereits nach dem anbraten vom Fleisch und der Zwiebeln, wurde der gute Geruch von Hiba sehr freudig postiv angesprochen.

Gut gesättigt ging es am Abend viel auf Japanisch, ganz wenig Englisch (zur Unterstützung, danke Marie!) und mit viel Gesang, bis tief in die Nacht hinein.

1)
Es gibt in Japan nicht wirklich große Einkaufswägen wie bei uns, nur Körbe. Und passende kleine Rollwagen wo jeweils oben und unten ein Korb gut Platz findet. Somit kann man dann sehr einfach den Korb an die Kassa geben.