Maido!

Wir fahren zum Tennoji, spazieren durch den Garten, machen kitschige Selfies vorm Ententeich, schlendern durch Seitenstraßen und schauen alten Leuten beim Gate Ball spielen zu (~vereinfachtes Cricket).

Nachdem wir die Touristen Gegend um den Tsutenkaku Tower hinter uns gelassen haben stärken wir uns in dem am unscheinbar aussehndsten Retaurant, das wir finden konnten. Die wohl 80 jährige Chefin serviert uns zwei sehr leckere, stärkende Schüsseln Udon, zu dem noch ein Onigiri vom Tresen mittels Selbstbedienung hinzukommt. Insgesamt bezahlen wir hierfür 750¥, und bekommen sogar noch zwei Papierkraniche als Geschenk mit.

Danach starten wir nach Namba, hier gibt's viele bunte Lichter und deutlich weniger Touristen als erwartet. Wir besuchen das Rockstar Cafe, wo wir allerlei Reptilien streicheln, essen Takoyaki und machen ein Foto von der angenehm ruhigen, in der Hauptsaison sonst überfüllten, Flusspromenade Dotonbori.

Nach wie vor gut zu Fuß geht es weiter nach Nakanoshima, wo wir durch das Streetfood Festival schlendern und die imposante Lightshow an der Osaka city central hall bewundern. Auch beim Spaziergang zum Bahnhof begegnen uns noch viele beleuchtete Fassaden und Bäume.

Nach einer kurzen Zugfahrt ist es dann aber Zeit fürs Abendessen, wo wir uns Diverses von der Grillplatte servieren lassen. Hauptatraktion ist hier ein richtig schönes Okonomiyaki.

Mit ausreichend Unterlage im Bauch schauen wir bei unserer Bar vorbei, die heute tatsächlich lesbar geöffnet und ein Open Mic Event hat. Erst ist der Barchef etwas aus dem Konzept gebracht, da sich (wie wir schon wissen) selten ausländische gäste zu ihm in den 5. Stock verirren. Nach kurzer Zeit geht im aber ein Licht auf und die Verwirrung weicht der Freude des Wiedersehens. Den sich abwechselnden Musikern merkt man die leichte Nervosität vor dem unerwartet internationalen Publikum auch nur kurz an. Die eine oder andere englische Höflichkeit wird ausgetauscht, unser (*hust* Mimi's) Japanisch gelobt, und Jakob aufs Korn genommen. Am Ende des Abends haben wir eine Restaurant-Empfehlung, eine Einladung zum Konzert am Freitag, und eine neue Phrase gelernt, die wir absofort bei der Ankunft in unserer Bar verwenden können.

Zu später Stunde nimmt uns dann einer der Musiker das letzte Stück nach Hause mit dem Auto mit. Wir hatten eine ausgesprochen schönen Abend.