Japanreise Herbst 2023

Waschen, Ryokan & Popkorn

Es war ein Zeipunkt angekommen an dem genügend Gewand gebraucht und geräuchert wurde um den nächsten Schritt zu Wagen: Unsere Waschmaschine zu bedienen.

Waschen

Die Maschine hat viele Einstellungen, Kombinationsmöglichkeiten und Knöpfe. Die Wahl viel am Ende auf: Belassen der Konfiguration. Unser Gastgeber hat netterweise eine Handvoll Wäschepads zur verfügung gestellt, somit mussten wir uns nicht auch noch um irgendeine Dosierung kümmern.

Während wir warten, sind wir spazieren gegangen und haben ein nettes kleines Kaffee gefunden wo wir freundlich aufgenommen wurden. Bei der Bestellung des Tees bekamen wir nicht nur eine Tasse, sondern eine ganze Kanne, lieblich versteckt und warm gehalten unter einer schicken Stoffhaube. 20231024_153709.jpg

Zuhause angekommen waren wir erfreut eine fertige Wäsche vorzufinden. Wir Grillen unser Abendessen im eigenen Grill, lecker Fisch, dazu eingelegte Gurken. Kleines Nickerchen bevor Mimi ihren Kurs in der Nacht besucht..

Herrschaft der Maschinen

Der Kurs war bald vorbei, kurzes nickerchen und Spazieren um nicht noch weiter zu Schlafen. Wir sind ohne ein konkretes Ziel losgestartet, doch relativ bald zu einem Entschluss gekommen, das uns der Hunger plagt und wir uns in ein Restaurant begeben. Leider ist das nicht immer Einfach, vor allem am Nachmittag, da nach dem Mittagsgeschäft viele erst wieder am Abend öffnen. Aber manche Läden haben länger offen, andere den ganzen Tag.

20231025_151822.jpgEiner dieser Läden ist ein Drive-In Restaurant Gusto welches 24h Service anbietet. Wir haben schnell herausgefunden wieso, man wird von Robotern beherrschtdient. Die Kellner haben eine unterstützende Rolle, schieben die Maschinen mal auf die Seite wenn sie im Weg stehen oder unpraktische routen gewählt haben. Es war sehr spannen anzusehen. Das Essen hat auch gut gepasst, Getänke kamen auch aus den Rachen von Automaten, kalt, warm, heiß. Daneben ein Topf mit Suppe mit Löffel.

Den restlichen Nachmittag sind wir nach Osaka reingefahren um endlich die Touristenstraße zu Besuchen und in einem der großen Läden eine Waage für unsere Koffer zu besorgen damit wir auch nicht mit Übergepäck zurück heimreisen. Spannend im Geschäft war es neben vielen spannenden kleinen und großen Uhren, auch ein handvoll Kuckucksuhren zu finden.. Fachmännisch bewertet von Mimi als: Gleich Teuer wie bei uns, aber verständlich wieso so viele japanische Touristen im Souvenierladen in Salzburg mit den doch etwas hochwertigeren Uhren liebäugeln und einige auch kaufen.

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Man sieht in der ganzen Stadt das Halloween nur noch ein paar Tage ums Eck ist. Viele Straßen und Auslagen sind mit Kürbissen und ähnlichem dekoriert. Spezielle Speißen gibt es natürlich passend zum Motto auch.

Ryokan in Kyoto

Die Fahrt nach Kyoto war mit einer Stunde relativ kurz, die Station direkt neben unserem Apartment ist Perfekt um einen der schnelleren Züge nehmen zu können und ein paar Minuten zu sparen. Die gewonnene Zeit lässt sich für Umwege nutzen um sich eine der Festungen im Stadtzentrum anzusehen und eines der vielzählig netten Kaffees aufzusuchen.

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Im Ryokan angekommen werden wir freudig als die ersten Gäste empfangen. In guter Manier bekommen wir unser Zimmer erklärt, während wir je ein Glas Grüntee bekommen. Im Zimmer inkludiert sind keine Bademäntel wie sonst, sondern Yukata, in welche wir uns sogleich begeben, denn das Bad wird bereits vorgeheizt. Leider nicht mit Kohlen wir früher, aber dennoch angenehm warm und entspannend.

Go & Teezeremonie

Entspannt retour im Zimmer angekommen ist es draußen bereits dunkel. Wir nutzen die Zeit und spielen am Balkon (?) eine kleine Partie Go gegeneinander. 20231026_173145.jpg

Kurz darauf werden wir informiert das die |Teezeremonie, zu welcher wir eingeland wurden, fertig vorbereitet ist. Der Weg dorthin führt über die Steine des Zen-Gartens des Hause in einen Raum der ausschließlich für die Zeremonie ausgestattet ist.

Die Gastgeberein erklärt uns einige details zum Ablauf, und erzählt uns danach etwas über die Geschichte und Herkunft der Zeremonie. Alles auf Englisch, dankenswerterweise.

Zum Abschluss werden uns eine handvoll Restaurants empfohlen, was wir sehr dankend annehmen und uns sogleich zu dem persönlichen Favoriten zum abschließenden Abendessen auf den Weg machen. Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang in einer der ältesten Straßen der Stadt, und vorbei an bei einer (erstaunlich leisen) Baustelle an der Haupstraße, geht es zurück in unser Zimmer, wo der Tisch zur Seite beweget und durch unser Bett ersetzt wurde.

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Die Reise zurück ins Apartment war unspekakulär, aber wir hatten am Abend den ersten kleinen Sturm und Regen, welcher sich aber nach kürzester Zeit wieder legte, uns gut Schlafen lies und für den Hochzeitstag sicherlich nichts mehr übrig hatte.

Hochzeit

Es galt sich schick zu machen, aber nicht zu sehr, ist ja nicht unsere Hochzeit, sondern die von einem sehr guten Freund. Die Auswahl wurde bereits vor der Reise festgelegt, es galt nur noch alles gebügelt anzuziehen und rechtzeitig bei der Kirche zu sein. Was wir dank guten Zugtaktungen auch geschafft haben.

Die meisten Verse der Kriche waren für unsere Ohren nicht verständlich, aber die Laute dennoch bekannt klingent. Amen.

Direkt nach der Kirche ging es mit einem Shuttle zu der eigentlichen Örtlichkeit wo wir zusammengesetzt, unterhalten und versorgt wurden. Das Hochzeitspaar wurde sehr oft beim Essen unterbrochen, Fotografiert und durfte sich zwei mal umziehen. Es ging von Christlich traditionell, über Japanisch nach förmlich. Es wurde gemeinsam der Kuchen angeschnitten und im Garten Mochiteig geschlagen. Alles in allem eine sehr durchplante und schöne Hochzeit. Am Ende wurde jeder draußen verabschieded, und einige nähere Bekannte und Freunde durfen in ein Seitenzimmer gehen.

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Popkorn

Das war die sogenannte Afterparty, wo auch das zuvor versprochene Popkorn verteilt wurde, und das Paar endlich! Zeit hatte etwas zu Essen. Wenn auch mit kurzer Unterstützung der guten Freunde.

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Am frühen Abend haben wir uns alle verabschiedet und dem frisch verheirateten Paar noch eine gute Heimreise gewunschen, in ihr Apartment, wo die Eltern gerade ein einem Nebenzimmer Asyl haben. Aber die Nacht wird nicht allzulange sein, denn den Tag darauf haben wir bereits alle gemeinsam einen Vormittag Sauna und Spa geplant.

2023/10/30 03:59 · Jakob