Divide and Conquer

Wir haben uns getrennt. Miriam hat beschlossen mit unserer Mitbewohnerin Marion durchzubrennen und alleine ins Onsen zu gehen. Jakob hat somit einen ganzen Nachmittag Zeit im Technik- und Anime-Paradies Akihabara zu verbringen.

Aufgestanden sind wir nicht wirklich früher. Nach ein paar gemeinsamen Stationen trennen sich unsere Wege.

Jakob allein in Tokyo. Hat sich gut zurecht gefunden. Es war sogar möglich eine öffentliche Toilette zu finden 1) bevor er sich nach den ersten paar Läden dazu beschließt etwas zu essen.

Nach ein paar wahllosen Abzweigungen an einem kleinen Resaurant mit Automat angekommen, wähle ich meine Speiße, werfe Geld ein, und der Automat wird laut, und piepst. Ein Angestellter kommt herbeigeeilt, entschuldigt sich mehrmals und gibt mir meinen Schein zurück. Beim 2. Versuch ging alles gut, und ich wurde von der Mitarbeiterin gelobt, ich hätte das gut gemacht… Bestellvorgang am Bildschirm: Osusume (das Wort für Empfehlung), dann… auf das günstigste für 470 Yen geklickt (lecker Soba).

Mittlerweile haben sich Miriam und Marion im Tokyo Somei Onsen Sakura eingefunden und begonnen sich zu entspannen.

Jakob stöbert weiter durch ein paar Läden und findet sogar eine gut verpackte Schallplatte. Die wurde mitgenommen, ebenso eine handvoll Disney Filme für Mimi (Bambi, Hercules und Alice im Wunderland). Auf geht es für mich nach Hause.

Wie es sich für glückliche Onsen-Besucher gehört, ist der nächste Schritt etwas zu essen. Also wird im Restaurant direkt daneben im heißen Stein gegartes verspeist, bevor es auch hier heimwärts geht.


Zuhause treffen wir uns, bekommen von Marie ein gutes Abendessen, und Planen den Tag darauf uns noch einmal mit Camille zu Treffen. Ziel: Cinnabon!


Munter geworden, einen kleinen Happen frühstücken und direkt angefangen Koffer zu Packen, denn bald geht es zurück. Schnell noch am Weg zum Treffpunk einen leckeren Ramen essen.

Bei der Zielstation angekommen kann man bereits beim Aufgang die Cinnabons riechen. Diese wurden von uns einem umfangreichen Qualitätstest unterzogen und für mindestens genau so gut wie vor 3 Jahren befunden. Auch der Chai Latte war ausgesprochen lecker.

Vor dem Abendessen noch „kurz“ durch Tokyu Hands geschaut, da Camillie eine Kaffeemaschine als Geburtstagsgeschenk für einen Kaffeeliebhaber besorgen musste (es wurde eine Bialetti). Wir haben uns auch noch das eine oder andere kleine gefunden.

Abendessen gemeinsam mit Camillies Freund Kousuke im Isakaya direkt bei uns ums Eck. Essen selbst haben wir wenig fotografiert, aber die Seetangsuppe und das alkoholfreie Bier, welches auf Shochu (Reisschnaps) aufgegossen wird, wurde erfolgreich eingefangen.

Zuhause angekommen machen wir uns für den morgigen letzten Tag bereit, wo wir mit der Gastfamilie einen Tagesausflug mit dem Auto in den Osten machen werden.

1)
Anmerkung Mimi: Es gibt in fast jedem Geschäft und U-Bahn Stationen Toiletten.. was stimmt