Nachdem nun die meisten Geschäfte wieder offen haben, beschließen wir die Stadt unsicher zu machen.
Unsere erste Station war der Kaisergarten wo wir mehr Touristen als beim letzten mal sehen, die künstlerisch geschnittenen Bäume bewundern und durch den enormen Park flanieren.
Beim Verlassen sehen wir das erste Mal einen Rettungswagen mit Blaulicht (welches in Japan Rot ist) in eine Kreuzung einfahren. Er hat sich langsam herangetastet, die Siräne hat ihn bereits angekündigt. Tortzdem nutzte er seinen Lautsprecher um freundlich um Platz zu bitten, und sich kurz darauf zu bedanken, bevor er weiter fährt.
Als nächstes haben wir einen Abstecher in die Kochwelt in Kappabashi getätigt. Wir stöberten ein bisschen durch diverse Keramik-, Messer- und andere Kochgeschäfte, um uns auf dem neusten Stand der Technik zu bringen, und gut zu speißen. Genau wie vor 3 Jahren hatte Jakob wieder an der selben Kreuzung die Idee in eine Seitenstraße zu gehen, um im gleichen Restaurant wie zuvor zu landen. Diesmal gab es Softeis für Mimi und für Jakob Rote Bohnensuppe mit Mochi, Shiruko genannt.
Am Weg nach Hause haben wir dann doch noch einen kleinen Hunger, und sehen am Straßenrand einen Yakitori-Stand, der frisch angefangen hat seine Spieße zuzubereiten. „Einmal von allem etwas, zum hier essen“, haben wir freundlich (mit Händen, Füßen und den Japanischkenntnissen von Mimi) angefragt und bekommen. Kurz darauf waren wir gut gestärkt um den Heimweg fortzusetzen und dort den Abend zu genießen.
Am nächsten Tag ging es in die Nippori Fabric Town, am Weg dorthin hatten wir Angst das das Mittagsgeschäft bereits vorrüber sein könnte, sind aber dank einer kleinen anstehenden Schlange voller Geschäftsleuten in einer Seitenstraße zu einem tollen Uden/Soba Laden gekommen: Ichiyoshi Soba. Dort haben wir beide für nicht einmal 7€ gut gegessen. Beim Verlassen des Restaurants, zum Gruß ans neue Jahr noch eine Mandarine mitbekommen.
Zum abrunden der Speiße, noch etwas Süßes, also einen Bubble Tea mit Tapioka-Perlen. Mimi klassisch, ich Exotisch mit Mango.
Die „Stadt“ selbst war gut besucht, das Personal sehr freundlich. Die Stoffe, Leder und diversen Zubehöre sind manchmal ausgezeichnet sortiert, andermals einfach in einer Schachtel zusammengeworfen. Nähmaschinen kann man auch kaufen, von Janome, Brother bis Singer. Sollte man jemals in der Nähe wohnen kann man sich sicherlich einen guten Überblick verschaffen und kleine/große Projekte vollbringen.
Viele freundliche kleine Läden später, geht es auch schon wieder zur U-Bahn, wo mir erneut die gute Beschilderung auffällt, die einen immer hilft wann man denn wo/wie am Besten einsteigen kann, um beim Aussteigen optimal Positioniert zu sein.