Es geht früh los, die Koffer sind gekpackt, aber noch sind wir nicht am Sprung zum Flughafen, sondern in die entgegengesetzte Richtung mit der Gastfamilie und den anderen Gästen zum geplanten Tagesausflug. Wir sind alle top motiviert!
Nach einem kurzen Frühstück teilt Marie an jeden eine kleine Wasserflasche aus damit wir hydriert bleiben. Und schon geht es ins Auto und los, durch die kleinen Vorstadtstraßen Tokyo’s, auf die Autobahn (mit Schleuße einer digitaler Sektionsabrechnung, denn gratis sind die Schnellstraßen auch in Japan nicht).
Die Raststätten sind rießig, auch hier gibt es gratis Tee. Aber wirklich mehr als die Toiletten haben wir nicht betreten, denn nach kurzem Beine austreten geht es auch schon weiter.
Beinahe angekommen hat Tsuyoshi seine Ortskenntnisse genutzt um dem Stau zu entgehen, denn unser Reiseziel ist direkt neben einem sehr sehr gut besuchtem Tempel, vor allem am Anfang eines Jahres, der Oarai Isosaki Schrein.
Bevor wir einen kleinen Spazierweg um den Stau machen, geht es in ein Meeresfrüchterestaurant ums Eck, wo wir uns in der Warteliste eintragen, und nach kurzer Zeit aufgerufen, und zum Platz gebracht werden. Die Auswahl ist groß, das Ambiente schön, die Füße ein bisschen kalt.
Gut gestärkt geht es nun zu unserem eigentlichen ersten Reiseziel, dem Kamiiso-no-Torii Gate. Wir sind nicht nur erstaunt, dass es immer nocht steht (in dem Gebiet gibt es öfters mal Tsunamis), sondern auch begeistert von dem Klang des Meeres, welches mit den Steinen am Strand Spielt.
Einen kleinen Sprung nebenan gibt es einen Fischmarkt, den wir unter fachkundiger Begleitung von Marie durchwandern und leider nichts finden was wir gut mit in den Flieger nehmen können.
Unser zweites Reiseziel ist ebenfalls Naturverbunden, und wir dürfen nicht nur eine der größten gebrannten Vasen bestaunen die es auf der Welt gibt, sondern auch selbst Hand anlegen und lernen auf einer Töpferdrehscheibe kleine Kunstwerke zu zaubern. Unser Lehrer spricht wenig Englisch, ist aber in Gestikulieren perfekt um seine Anweisungen rüberzubringen, und wird auch tatkräftig von Marie übersetzt. Nach kurzer Einweisung ist es für uns soweit selbst einen kleinen Ball aus Lehm in die Hand zu nehmen, und seinen Anweisungen folgezuleisten. Unter seiner Aufsicht formen wir die Erde zu kleinen Schüsseln und Tellern.
Nach einigen motivierende Worten, Kommentaren und kleine Korrekturen vom Lehrer, haben wir alle unsere 3 Kunstwerke vollendet und dürfen uns noch die Glasur aussuchen. Direkt nach Hause mitnehmen funktioniert nicht, da noch lackiert und gebrannt werden muss (die kommen dann per Luftpost hinterher).
Zuhause angekommen geht es ein letztes mal zum gemeinsamen Abendessen und zeitig ins Bett, da wir morgen wieder früh aufstehen müssen um den Bus zum Flughafen zu erwischen. Natürlich nicht bevor wir nicht noch einiges von unseren letzten Yen gegen gute Speiß und Trank für Zuhause tauschen, und Postkarten in den internationalen Postkastenschlitz zu werfen.
Marie und Tsuyoshi bringen uns & unsere Koffer mit dem Auto zur Busstation, und wir verabschieden uns sehr herzlich mit „Bis in 3 Jahren“. Kurz darauf kommt ein Angestellter vom Busunternehmen und erkundigt sich nach unserem Abflugterminal, überprüft die Anzahl der Koffer und ob wir sonst noch Fragen hätten.
Der Flughafen selbst ist unspektakulär, viele Touristen die ihre Koffer aufgeben, und eine lange Schlange für die Security. Gut das wir bereits 2 Stunden früher da sind, da wir nun nach dem Check noch Zeit haben uns einen letzten Ramen zu bestellen, der überraschend preiswert und für Flughafenessen auch sehr lecker war.
Unser Rückflug geht diesmal über Grönland und ist von vielen Filmen und kurzen Nickerchen begleitet. In München dürfen wir noch kurz auf unser Gepäck warten bevor wir freudig von Mia und Martin begrüßt werden, die uns sicher zurück nach Österreich fahren.
ただいま。